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Wein für Dithmarscher

Die Einwohner der Regionen Dithmarschen und Steinburg hatten allen Grund zum Feiern und mit einer Flasche Weinanzustoßen. Gute Weine der Sorte Chardonnay und auch der rote Tropfen der Sorte Reserva wurden aus den Kellern hervorgeholt. Die Hochdonner Eisenbahnhochbrücke erhielt ein neues Mittelteil. Dieses Ereignis lockte Hunderte Schaulustige an den Nord-Ostsee-Kanal. Findige Geschäftsleute boten zu diesem besonderen Ereignis neben Brötchen und Würstchen auch Getränke wie Wein an. Während sich die Sehleute, meist mit Ferngläsern ausgestattet, anschauten, wie 1400 Tonnen Stahl Millimeter für Millimeter an Kränen herabgelassen wurde, konnten sie sich u. a. mit Glühwein von innen wärmen. Dieser Wein ist in der Regel von minderer Qualität, trotzdem wurden gute Geschäfte beim Ausschank dieses Weines gemacht. Die Kräne, die das 121 Meter lange Mittelstück hielten, wurden direkt an der Brücke montiert, so dass die Arbeiten auch bis Windstärke 8 erledigt werden konnten. Entwickelt hat diese weltweit einmalige Konstruktion der Ingenieur Michael Pfeiffer. Sicherlich benötigte er vor dem großen Ereignis das eine oder andere Glas Wein zum Einschlafen, denn in der heißen Phase hing eine Menge Verantwortung an ihm. Man überlege nur, 1400 Tonnen hängen an nur vier Stahlseilen. Das 86 Jahre alte Mittelteil, das verschrottet werden soll, wurde auf einen Ponton verladen. Während des Ab- und neu Anmontieren des Brückenteils war der Nord-Ostsee-Kanal für den Schiffsverkehr gesperrt. So mancher Seemann vertrieb sich die Wartezeit mit Wein, wobei das Depot des Weines auf dem Schiff bös gelitten haben muss. Zwei Tage später wurde das neue Mittelteil der Eisenbahnbrücke erfolgreich eingebaut. Bei dem nasskalten Wetter konnten sich die Schaulustigen, die sich wieder einfanden, wieder an dem heißen Wein wärmen. Auf das erfolgreiche Montieren der Brücke wurde nach vollbrachter Arbeit kräftig mit einem guten Tropfen Wein angestoßen.

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